{Lifestyle} von trendy It-Pieces, Nachhaltigkeit und Second Hand

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[werbung]

im durchschnitt besitzt jede erwachsene person (18-69 jahre) in deutschland 95 Kleidungsstücke (ohne unterwäsche und socken).

das besagt eine studie von greenpeace zum thema wegwerfware kleidung. ein drittel der befragten gibt sogar an bis zu 300 kleidungsstücke im schrank zu haben. dazu kommt, dass etwa 1/4 der kleidung niemals gebraucht oder gar getragen wird. was passiert am ende damit? sie wird in den meisten fällen weggeworfen.

WAS IST SO SCHLIMM DRAN KLEIDUNG ZU ENTSORGEN?

anziehsachen und schuhe werden von den meisten menschen vorrangig gekauft, um darin gut auszusehen. das zweite kriterium ist, dass shopping einfach spaß macht und drittens sollte natürlich auch noch alles super preiswert sein.

genau da liegt das problem, in der billig mit hundert giftigen chemikalien produzierten kleidung; wenn ich alleine darüber nachdenke, dass bei der produktion einer einzigen jeans rund 7.000 liter wasser benötigt werden, wirds mir ganz schwindelig.

MUSS ICH NUN ALLES FÜR IMMER TRAGEN UND DARF MIE NIE MEHR WAS NEUES KAUFEN?

nein, das heißt es natürlich nicht.
klar ist es besser die kleidung, in die man investiert hat auch so lange wie möglich zu behalten und zu tragen. doch es macht wenig sinn, wenn du dich darin nicht mehr wohl fühlst oder so gerne ein neues sommerkleid in dem schrank begrüßen würdest.

die zauberworte sind da eher nachhaltiger einkaufen, tauschen/verkaufen, flicken, second hand und capsule wardrobe.

fair gehandelte kleidung, die auch noch bio und vegan ist, ist so wahnsinnig teuer, wie soll sich das denn einer leisten?

diese aussage höre ich immer wieder, wenn ich mit anderen darüber spreche, dass ich nur noch nachhaltig einkaufe und mir nichts vom textilschweden mehr ins haus kommt.
natürlich stimmt es, dass die stücke teurer ausfallen. würde ja auch wenig sinn machen wenn ein fair produziertes shirt, bei dem ich erwarte, dass die person, die es für mich gemacht hat auch angemessen entlohnt wird, so viel kostet wie ein in der massenfabrik hergestelltes teil.

aber sie es doch mal so: es ist eine investition auf lange sicht.
du wirst mir bestimmt zustimmen, dass es sinnvoll ist etwas mehr zu investieren, das lieblingsteil dafür aber die nächsten jahre in super zustand im schrank zu haben, als es nach 2 mal tragen und 1 mal waschen entsorgen zu müssen, weil es völlig aus der form gekommen ist und seine farbe verloren hat.

außerdem bieten viele shop immer wieder aktionen an, die das nachhaltige einkaufen/leben einfacher machen. aktuell läuft zum beispiel die think green kampagne von coupons4u bei der du zahlreiche gutscheine einlösen und eine ganze menge grün sparen kannst.

teuer ist ein gutes stichwort, denn in wirklichkeit musst du nicht viel ausgeben, um mit deiner kleidung nachhaltiger umzugehen. hast du dir schonmall gedanken über second hand und die capsule wardrobe gemacht?

noch vor – sagen wir mal – 2 jahren hätte ich vermutlich lauthals gelacht, wenn mir jemand einen second hand shop empfohlen hätte. brauch ich nicht, ich kann mir die billigkleidung doch säckeweise neu und ungetragen im laden holen.
heute kommen mir beinahe die tränen, wenn ich mich zurück erinnere mal so gedacht zu haben.

TRENDY UND IT-PIECE VS. SECOND HAND

trendy und it-piece sind die schlagwörter, die viel sexier als second hand klingen. doch wie lange ist etwas überhaupt trendy und ein it-piece, wenn die fast fashion industrie mittlerweile bis zu 8 kollektionen im jahr rausbringt?! klar, dass das nur über massenproduktion funktioniert.

was heute total angesagt ist, wird morgen schon wieder vom nächsten teil abgelöst. doch ist es wirklich sinn und zweck von mode und style, dass wir alle gleich aussehen; jeder instagram account die gleichen must-haves postet, hinter denen dann alle her sind?
wer sagt denn, dass ich die tasche, die schuhe, den pulli oder das shirt meines begehrens nicht ein paar wochen oder monate später auf einer tausch-plattform oder second hand finde? viel günstiger und du tust auch noch was gutes, weil du dem armen, herrenlosen teil ein neues  zuhause gibst wo es geliebt und getragen wird.

ich liebe es mittlerweile total neben meinen bevorzugten fair fashion shops auch second hand zu shoppen, damit meinen eigenen stil zu verfolgen und mich individuell, nachhaltig und mit gutem gewissen zu kleiden.
bei mir gilt die regel: was eine ganze saison ungetragen im schrank hing, das ziehe ich nicht mehr an. von diesem stück trenne ich mich dann, in dem ich es entweder second hand weiter verkaufe oder in die kleidersammlung spende.

für jedes kleidungsstück, das neu bei mir einzieht, muss ein anderes gehen. so behalte ich immer den überblick und laufe nie gefahr, dass mein kleiderschrank aus allen nähten platzt.

meine 5 second hand/GREEN shopping tipps:
  • halte ausschau nach gutscheinen oder sale-specials; bei coupons4u zum beispiel gibt’s im moment das think green special, bei dem du tolle rabattgutscheine für nachhaltige onlineshops findest.
  • clothtome, einer meiner absoluten lieblings-shops in dem ich nicht zu häufig vorbei schauen darf, da ich mir jedes mal etwas finden würde
  • mädchenflohmarkt.at wenn dus nicht so sehr mit vintage hast, sondern auch gerne mal eine markentasche oder bestimmte schuhe gebraucht suchst.
  • solltest du in berlin oder london sein, dann ist das second hand shopping ein absolutes muss. made in berlin ist einer meiner liebsten shops der hauptstadt.
  • mir ist es nun schon ganz oft passiert, dass ich auf instagram tolle schnäppchen geschlagen habe. oftmals verkaufen blogger ihre kleidung über die plattform und du kannst sie direkt kontaktieren. so habe ich zum beispiel ein tolles spitzenkleid für den sommer oder einen kuscheligen pulli ergattert. halte einfach mal ausschau bei deinen lieblings accounts.

dieser artikel ist in freundlicher zusammenarbeit mit coupons4u und dem think green special entstanden.

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1 Comment

  • Reply
    Tabea
    Mai 18, 2017 at 8:53 pm

    Ohne Unterwäsche und Socken komme ich sicher nicht auf diese Anzahl von Kleidungsstücken – aber ich habe auch noch nie Shoppingtouren gemacht, wie viele andere Mädchen und junge Frauen das gern tun. Ich bekomme immer nur das, was Mama, Schwester, Tante, Onkel und Oma nicht mehr wollen 😀

    Ich finde das Argument, dass faire Kleidung zu teuer ist, auch sinnlos, sofern es von jemandem kommt, der viel Kleidung kauft. Ich habe aber tatsächlich nicht das Geld für faire Mode, da ich ein Pony und eine eigene Wohnung habe, obwohl ich noch Studentin bin… aber deswegen kaufe ich dann Second Hand, um wenigstens Umweltverschmutzung und Ausbeutung nicht zu unterstützen.

    Trends bin ich ja noch nie hinterher gerannt und ich finde, viele sind auch einfach zu besonders, um sie zu tragen, wenn man nicht völlig auffallen möchte (vor allem auf dem Land und in meiner Kleinstadt!).
    Strenge Regeln, wann ein Teil bei mir auszieht, habe ich aber nicht, da ich nicht das Gefühl habe, dass das notwendig ist. Immer mal wieder sortiere ich einfach durch, wenn mich alles nervt 😉 Dann bekommt vieles meine Schwester oder es wird geupcyclet. Ich habe nämlich noch keinen Second Hand Shop gefunden, der das Zeug haben wollte und Kleiderkreisel brauchte mir noch nie Erfolg 🙁

    Liebe Grüße

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