{Lifestyle Special} Was ist eigentlich dieses Gluten?!

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heutzutage ist „weizen vertrage ich nicht“ schnell gesagt und keine gluten zu vertragen gehört schon beinahe zum guten ton. doch ich habe das gefühl, dass viele menschen gar nicht so richtig wissen was sie da sagen, wenn sie sich eine gluten unverträglichkeit zuschreiben.

wie du weißt war ich bei der tcm beratung und bin im moment dabei meinen magen-darm-trakt wieder auf vordermann zu bringen. dazu gehört auch eine mindestens 1-monatige glutenfreie ernährung. zeit, sich mal mit dem volks-klebstoff zu beschäftigen.

WAS IST DIESES GLUTEN EIGENTLICH?

gluten ist ein klebereiweiss, das in den meisten getreidesorten enthalten ist. besonders hoch ist der glutenanteil in weizen. es gilt als wundermittel der lebensmittelindustrie und in convenience produkten ist der klebstoff kaum noch wegzudenken; ob stabilisator, verdickungs- oder geliermittel, geschmacksträger oder aromastoff oder sogar farbstoff.

sogar in medikamenten, zahnpasta und kosmetik kann gluten enthalten sein, folglich ist es gar nicht so einfach darauf zu verzichten.

aber nicht nur in weizen findet sich die mischung aus proteinen, auch in dinkel, roggen, hafer und gerste, einkorn, kamut und emmer.

GLUTENSENSITIVITÄT NICHT GLEICH ZÖLIAKIE

nur, weil man kein gluten verträgt, muss man nicht gleich an zöliakie leiden. dies ist sogar nur in den seltensten fällen gegeben.

viel mehr sprechen wir von einer glutensensitivität, die meisten menschen wissen gar nicht, dass sie vielleicht an einer leiden. die sensitivität zeigt sich nämlich in symptomen, die zu ganz vielen anderen krankheitsbildern passen. es muss auch nicht sein, dass die symptome direkt nach dem verzehr von gluten auftreten, dies kann auch viel später erste der fall sein.

DIE HÄUFIGSTEN SYMPTOME BEI GLUTENSENSITIVITÄT
  1. MIGRÄNE UND GEBREMSTE STIMMUNG
    studien zeigen, dass eine glutenunverträglichkeit ihr unwesen nicht bloß im darm treibt.
  2. VERDAUUNG NOT GOOD
    beschwerden im bereich der verdauung sind der klassiker bei unverträglichkeiten. hierzu gehören blähungen, krämpfe, verstopfung und durchfall oder direkt beides.
    meist wird bei menschen mit diesen symptomen „reizdarm“ diagnostiziert – übrigens die am häufigsten gestellte diagnose, wenn die befunde alle ohne ergebnis sind.
  3. STÄNDIGE MÜDIGKEIT
    dieses symptom ist bei einer ernährungsumstellung das, das sich am schnellsten einstellt. ändert man seine sonstigen gewohnheiten also nicht, ist dies ein erster indikator für glutensensitivität.
  4. FIBROMYALGIE
    ähnlich wie beim reizdarmsyndrom auch keine „richtige“ krankheit, sondern mehr eine verlegenheitsdiagnose.
    muskelschmerzen bzw. unerklärliche schmerzen im bindegewebe können ebenfalls von einer sensitivität herrühren.

natürlich sind das weit noch nicht alle symptome, die auftreten können und sie können auch ganz andere ursachen haben. es empfihelt sich aber, wenn du all diese dinge bei dir feststellst, vielleicht mal einen moment auf gluten zu verzichten.

bei einer ernährungsumstellung ist es nämlich tatsächlich so, dass sich die besserung der symptome sehr schnell einstellt, wenns wirklich daran gelgen hat.

WAS KANN ICH DENN NUN ESSEN?

da ich mir auch immer nicht ganz sicher bin, was alles ohne gluten auskommt, habe ich eine liste glutenfreier lebensmittel für dich zusammengetragen:

  • reis: das a und o in der tcm ernährung. dazu zählt auch wildreis
  • hirse, buchweizen, amaranth, quinoa; die sogenannten getreide bzw. pseudogetreide.
    hier ist etwas vorsicht geboten: hirse trocknet laut tcm sehr stark aus; solltest du also eher weniger genießen, wenn du bereits an sehr trockener haut leidest.
  • mais: hier sagt meine ernährungsberaterin allerdings „mais wurde angebaut, um damit schweine zu füttern“; wir haben also was die nährstoffe etc. betrifft nicht darauf gewartet, ist nur eine nette abwechslung.
  • nüsse
  • ölsaaten wie leinsaat, sesam, kürbiskerne, sonnenblumenkerne usw.
  • hülsenfrüchte: auch hier ist etwas vorsicht geboten; leidest du bereits an einem blähbauch, solltest du vorerst auf hülsenfrüchte verzichten.
  • teffmehl, kichererbsenmehl, sojamehl, kokosmehl, hanfmehl, lupinenmehl, mandelmehl, maismehl
  • kartoffeln
  • alle produkte aus der kokosnuss gewonnen
  • ahornsirup, agavensirup, apfeldicksaft, reissirup
  • kartoffelstärke, reismehl, maisstärke, kuzu, pfeilwurzelstärke, johannisbrotkernmehl, guarkermehl (als bindemittel). kuzu kann ich auch als heilmittel gegen sodbrennen und gereizten darm empfehlen. morgens einen teelöffel in einem glas wasser auflösen und mit 125ml heißem wasser aufgießen. 10 tage genossen und du wirst den unterschied deutlich merken.

hast du bereits erfahrung mit dem thema gluten unverträglichkeit oder sensitivität gemacht?
würde mich sehr interessieren wie es dir so damit geht.

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