{Lifestyle} Kork – Pinnwand oder Rohstoff der Zukunft?

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die meisten menschen assoziieren kork jetzt nicht unbedingt mit mode – eher mit weinverschlüssen oder pinnwänden.

kork- ist ein natürlicher, nachwachsender rohstoff.
kork- lässt sich vollständig recyclen.
korkeichen- binden bis zu 5 mal mehr co2 als andere bäume.
korkeichen- müssen für die verwendung ihrer rinde nicht vollständig abgeholzt werden.

mode aus alternativen materialien verbreitet sich immer weiter; je nachhaltiger, desto besser. vor allem in der veganen  fashion welt wird kork immer mehr zum ersatzleder auserkoren.

bisher waren die alternativen zu leder eher mau – ja gut, kunstleder gibts natürlich schon ewig und es ist klarerweise die bessere wahl, wenn einem die tiere am herzen liegen. wem jedoch nicht nur fauna, sondern auch flora am herzen liegt, dem ist kunstleder nicht zu empfehlen – der hauptbestandteil ist nämlich rohöl und bei der herstellung werden zahlreiche chemikalien verwendet.

WARUM KORK IN DER FASHION INDUSTRIE?

kork ist so robust wie leder, hat eine geringe dichte und trotzem eine natürliche wärmedämmung. der rohstoff ist super leicht, atmungsaktiv, antibaktieriell und auch super für allergiker geeignet.
das alles macht ihm zur perfekten grundlage für allerlei nachhaltige kleidung und accessiores.

außerdem gibt es zahlreiche möglichkeiten den rohstoff nicht wie solchen aussehen zu lassen, falls dir das einfach nichts ist. weiter unten in diesem beitrag habe ich dir meine liebsten teile aus kork mitgebracht. besonders angetan hat es mir die rote bucket bag und die vegane lederjacke.

vorher aber noch ein bisschen mehr korkwissen.

WAS IST AN KORK SO NACHHALTIG?

der rohstoff wird von der korkeiche gewonnen und zwar durch schälen selbiger. die rinde wird vom lebenden baum geschält, er muss dafür nicht gefällt, noch nicht mal verletzt werden.
bevor die korkeiche zum ersten mal geschält werden kann, muss sie mindestens 20 jahre gewachsen sein, danach kann er nur alle 9-10 jahre abgeerntet werden.
werden die eichen allerdings gut behandelt, können sie bis zu 200 jahre alt werden.

maschine gibt es keine dafür, um die rinde vom stamm zu trennen. dies wird noch immer in handarbeit gemacht; kork-schäler gehören zu den best bezahlten arbeitern in der landwirtschaft.

der meiste kork kommt aus portugal und wird in der weinindustrie eingesetzt. zweitgrößter abnehmer ist die baubranche, denn auch als bodenbelag ist der stoff super beliebt. wie gesagt, auch in der green fashion szene wird kork immer beliebter.

besonders spannend finde ich, dass durch die korkernte sogar ein wesentlicher beitrag zum umweltschutz geleistet wird. wird die korkschicht nämlich geerntet, bindet sie immer mehr klimaschädliches co2. korkbiotope zählen zu den wichtigsten ökosystemen der welt und sind lebensraum für zahlreiche pflanzen- (13.000 arten) und tierarten (2.500 arten) – teilweise vom aussterben bedrohte.


MEINE KORK-MUSTS FÜR DICH

regenschirm :: living in kork
yoga matte :: living in kork
kork „leder“jacke :: bleed clothing
bucket bag :: mates of nature
kork plateau schuh :: nae via avesu
g
eldbörse aus kork :: gary mash

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2 Comments

  • Reply
    Tabea
    Juli 6, 2017 at 8:04 pm

    Echt eine schöne Überschrift- auch wenn ich bei Kork nicht an Pinnwände zuerst denke, sondern an Topfuntersetzer. In meiner Kindheit hatten wir nämlich welche aus Kork, die am Ende total „angefressen“ aussahen – und dann durch schicke grüne aus Silikon ersetzt wurden.

    Dass Kork auch ein Stoff sein kann, habe ich erst letztes Jahr gelernt, glaube ich. Leider bin ich aber noch nicht in den Genuss gekommen, mal live ein Teil, dass aus Kork genäht ist, in den Händen zu halten. Ich wüsste echt gern, wie sich das Zeug anfühlt…

    Wow – ich vier Fakten sind auch schon mal fette Pluspunkte und ich wusste bisher nicht, dass es tatsächlich Bäume gibt, deren Rinde „geerntet“ werden kann, ohne dass sie dadurch nachhaltig geschädigt werden. Und auch Recycling ist ja heutzutage richtig wichtig – da bleibt nur die Frage, wie viel Energie für Herstellung und Recycling gebraucht wird…

    Kunstleder habe ich nie wirklich viel gekauft – höchstens ab und zu bei Schuhen, wobei ich da zwecks Haltbarkeit doch Leder vorgezogen habe. Denn wenn ich das Leder jahrelang trage, dann belastet ich damit die Umwelt ja nicht so sehr wie wenn ich jedes Jahr 1-2 neue Schuhpaare kaufen müsste. So zumindest rechtfertige ich Lederkäufe vor meinem Gewissen…

    Wie kommt es eigentlich, dass Kork erst jetzt so sehr in Mode kommt? Ich meine, wenn es von den Eigenschaften her Leder, wie du schreibst, nicht nachsteht, dann hätte man das doch schon früher vermehrt einsetzen können, oder? Allein die Chemiekalien-Problematik beim Leder ist ja schon ewig bekannt…
    Ach… oder liegt das daran, dass die Eichen nicht genug produzieren können? Da braucht man doch sicher gigantische Flächen im Vergleich zu dem Stoff, der entsteht… Okay, und günstig ist der tolle Stoff ja dann auch nicht – habe aus purer Neugierde nun mal gegoogelt und schätze, dass das der Modeindustrie bis vor kurzem nicht lukrativ genug war, da wir Menschen zu geizig sind. (Man muss ja Geld für 10 neue Oberteile pro Saison haben, dann kann man ja nicht das Budget eines Monats komplett in eine gute Jacke investieren ;)).

    Korkböden finde ich ja unheimlich schön – und die sind auch noch wunderbar warm an den Füßen. Falls ich mal ein Eigenheim habe, möchte ich da bitte auch Boden aus Kork haben.

    Leider muss ich dich nun aber doch enttäuschen, denn obwohl ich diesen Post hier genial und super informativ finde, sprechen mich deine „Shopping-Musts“ sowas von gar nicht an… Ich weiß auch nicht, woran das liegt…
    Naja – abgespeichert wird dein Beitrag trotzdem für die Linktipps Ende Juli, denn ich bin mir sicher, dass viele meiner Leser auch zu wenig über die Vorzüge von Kork wissen 😉

    Liebe Grüße

  • Reply
    Christine
    Juli 10, 2017 at 5:05 pm

    Hallo Ulli,
    toller Beitrag. Meine Schwester hat sich vor kurzem Sandalen und einen Geldbeutel aus Kork gekauft. Sieht nicht nur super aus sondern fühlt sich auch echt gut und langlebig an.
    Liebe Grüße,
    Christine

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