nur müsli und kuchen geht ja nun auch wieder nicht zum osterbrunch oder? naja gut, geht schon, aber man will ja am ostersonntag auch nicht nach zwei sekunden wieder von der tafel aufspringen und fertig sein. das soll ja zelebriert werden und sich über ein paar stunden ziehen, da brauchts mehr als nur zwei komponenten.

so kommen wir zu den selbst gemachten bagels. ich liebe ja bagels wirklich heiß und nicht umsonst ist der laden bei uns an der ecke unser stammlokal, weil er die besten bagels verkauft. bis zu diesem rezept wusste ich allerdings noch nicht, dass man einen unterschied zwischen new york und montreal bagels machen muss.

was wir als klassischen bagel kennen ist der new york style; er ist fluffy, hat viel teig und ist eher weich. der montreal style hingegen ist kleiner, hat ein größeres loch, ist etwas kompakter und süßer als die ny version. beide sorten kocht man vor dem backen in wasser auf, damit sie schon vor gehen. der unterschied: montreal hat ahornsirup im wasser.

weils zu ostern auch gerne mal was neues sein darf, habe ich heute die montreal bagel version für dich im gebäck ähm gepäck 😉

Montreal Bagels

  • Portionen: etwa 10 Stück
  • Zeit: 2h30m
  • Schwierigkeit: braucht etwas Übung in der Küche
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Zutaten

für die bagels  
 300g dinkelmehl
 150g roggenmehl
 50g dinkel vollkornmehl
 320ml warmes wasser (achtung nicht zu heiß, sonst tötest du die hefe)
 1 packung trockenhefe
 50g mischung aus sonnenblumenkernen, leinsamen und chiasamen 
 1/2 tl salz
 1/4 tl kümmel

für das topping
 mohn, sesam, chiasamen
 2 el ahornsirup


Anweisungen

  1. los geht es mit unserem freund der hefe. diese ins wasser einrühren (am besten mit dem schneebesen), bis alles vollständig aufgelöst ist und dann für etwa 10 minuten stehen und ziehen lassen.
  2. 2. während die hefe ruht, alle restlichen zutaten in einer schüssel miteinander vermischen. ist die ruhezeit vorbei, die hefe untermischen, zuerst nur vorsichtig mit einem teigspachtel unterheben. danach mit den knethaken des handrührgeräts sehr gut durchkneten.

    3. sobald eine schöne, glatte teigkugel entstanden ist, abgedeckt an einem warmen ort für 2 stunden gehen lassen. du kannst den teig zum beispiel bei eingeschaltenem licht ins backrohr stellen.

  3. nach der gehzeit (der teig sollte nun mindestens doppelt so groß sein), zuerst nochmals kurz durchkneten und dann in 10 gleich große kugeln teilen. einen topf mit wasser und ahornsirup aufstellen und zum kochen bringen.
  4. in jede teigkugel nun mit dem stiel eines kochlöffels ein loch drücken und zu einem ring formen. dieser ring kommt nun für 3-4 minuten ins kochende sirupwasser. noch feucht dann auf ein backblech mit backpapier legen und direkt mit dem gewünschten topping bestreuen.
  5. das backrohr auf 200 grad ober- und unterhitze vorheizen. sobald alle bagels ein bad genommen haben, kommen sie noch für 20 minuten ins backrohr.

woher der bagel kommt ist unklar, denn ringförmiges gebäck gabs sogar schon bei den ägyptern.
eine weit verbreitete legende ist, dass der bagel aus wien kommt, er sei zu ehren könig johann III sobieskis erfunden worden, der ein großer pferdenarr war. der name leite sich vom wort „bügel“ (steigbügel) ab.

woher auch immer das ringförmige gebäck kommt, mir kommts gerne auf den tisch. am liebsten mit einem kräftigen hummus oder mandel-creamcheese. dann noch avocados, salat oder anderes gemüsegedöns drauf und fertig ist der perfekte snack.

hast du schon versucht bagels selbst zu machen? bist du eher der new york oder der montreal typ?


falls du dich übrigens fragen solltest was es mit dem immer gleichen titelbild auf sich hat, dann schau mal genau hin. es ist nämlich nicht immer gleich; pro rezept wird ein tellerchen oder schüsselchen gefüllt. hast du’s bemerkt?

show some pinterest love

Author

hat eben das 10-jährige jubiläum ihres 20. geburtstags gefeiert, liebt es in der küche zu experimentieren, crazy cat lady und avocados for president.

5 Comments

  1. Liebe Ulli,

    du haust hier ja ein tolles Ding nach dem anderen heraus – und hast absolut nicht zuviel versprochen: Das sind wirklich sämtlich wundertolle Rezepte, die ich mir auf jeden Fall in meiner gedanklichen Ideenkiste schon abgespeichert habe und hoffe, endlich auch einmal zum Nachmachen bzw. Uminterpretieren (so richtig 1:1 nachmachen kann ich ja nicht) komme.
    Deine Ostertafel wird sicherlich wundertoll aussehen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

  2. Kümmel + Ahornsyrup – truly Austria meets Montreal! These are scrumptious 💖

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