{Lifestyle} FODMAP – die Karte zum gesunden Darm?

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fodmap? nein, ich habe mich nicht vertippt, es fehlt kein zweites o und es handelt sich nicht um eine karte, die dich ohne umwege in mein lieblingsrestaurant führt.

du kennst das vielleicht: du ernährst dich gesund und ausgewogen, doch deinen bauch interessiert das herzlich wenig. wenn ihm etwas nicht gefällt, dann siehst du ganz schnell aus wie im 5. monat schwanger. dazu kommt ein spannungsgefühl und einfach allgemeines unwohlsein. gesellen sich noch verstopfung/durchfall und bauchweh dazu und dein arzt kann einfach keine organische ursache feststellen, lautet deine diagnose ganz schnell „reizdarm“.
dann kann ich nur sagen: herzlich willkommen im club.

ich kenne das gefühl nur zu gut und bei mir macht sich der sensible darm quasi täglich bemerkbar. ich habe vieles ausprobiert, mich mehrfach auf lebensmittel unverträglichkeiten testen lassen und habe beim gastroenterologen meines vertrauens mehrere tests machen lassen, um organische, bakterielle und pilzartige auslöser ausschließen zu können.

mittlerweile habe ich seit fast genau einem jahr mal mehr, mal weniger, mal ganz schlimme beschwerden. es vergeht kaum ein tag an dem ichs gar nicht spüre. nun ernähre ich mich schon eine ganze zeit lang mehr oder weniger von schonkost, eine genesung ist jedoch nicht eingetreten. da ich mich mit dem thema verdauung im letzten jahr sehr intensiv beschäftigt habe, bin ich nun beim thema fodmap gelandet – es gibt dazu viele studien und auch eine ganze reihe erfolgsgeschichten.

WAS SIND FODMAPS? 

fodmap steht für:
fermentable (vergärbare)
oligosaccharides (mehrfachzucker)
disaccharides (zweifachzucker)
monosaccharides (einfachzucker)
and (und)
polyols (polyole)

forscher aus australien haben eine dertige low fodmap diät an 30 patienten mit reizdarmsyndrom getestet und das mit erfolg; die symptomstärke konnte um die hälte reduziert werden.

es gibt also zahlreiche studien – was es nicht gibt: vegane rezepte auf deutsch und das kann oftmals echt ganz schön anstrengend sein. also habe ich es mir zum ziel gesetzt dich in zukunft mit low fodmap zu versorgen und dir von meinen erfolgen bzw. fortschritten zu berichten.


HOW TO FODMAP

was ich dir nicht empfehlen würde: einfach selbständig beginnen eine fodmap diät zu halten. unbedingt solltest du hier die expertise eines diätologen/einer diätologin zuziehen.
nicht nur, weil es für ungeübte sehr schwer ist die übeltäter ausfindig zu machen (die symptome können sich auch erst 12 stunden später zeigen zum beispiel), du solltest auch eine geregelte wiedereinführung der fodmaps durchziehen.

außerdem empfiehlt es sich ein detailliertes ernährungstagebuch zu führen. dieses sollte beinhalten:

  • uhrzeit für jedes einzelne ereignis
  • aufgenommene nahrung und getränke (inkl. menge, zubereitung, gewürze)
  • beschwerden inkl. stärke auf einer skala von 0-10
  • uhrzeit und aussehen des stuhlgangs
  • sonstige anmerkungen des tages (besonderer stress, medikation etc.)

am einfachsten ist es das alles über den tag in ein kleines buch zu schreiben und dann immer wieder in eine excel tabelle zu übertragen. so führe ich das zumindest und für mich hat es sich sehr gut so bewährt.

außerdem ist es empfehlenswert vorher einige tests durchzuführen, um festzustellen, ob allergien oder malapsorptionen vorliegen. hier gibt es einige atemtests, die ohne sehr großen aufwand beim arzt oder im allergiezentrum durchgeführt werden können.

jedenfalls habe ich grade in letzter zeit sehr viel zum thema gelesen und auch in immer mehr zeitschriften artikel dazu gefunden. es muss also irgendwas dran sein an dieser fodmap ernährung.

ich bin gespannt, ob es das richtige für mich ist und wie sich nach der zeit veränderungen zeigen werden oder eben auch nicht. ich halte dich jedenfalls auf dem laufenden und werde auch versuchen das ein oder andere rezept dazu vorzustellen.

glutenfrei wird auf jeden fall ein großes thema hier in den nächsten monaten, denn es wird immer mehr empfohlen, wenns ums thema darmgesundheit gibt. allerdings ist es nicht empfehlenswert sich für immer und ewig und ausschließlich ohne gluten (außer natürlich du leidest an zöliakie) sowie nur low fodmap zu ernähren.

hast du bereits brührungspunkte mit low fodmap gehabt, bzw. interessierst du dich für das thema und dazugehörige rezepte?

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