{Food} Österliches Apfelschlangerl

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eine typische, österreichische süßspeise hab ich euch heute an diesem etwas tristen sonntag mitgebracht. ich glaube, dass ich schonmal erwähnt habe, dass meine oma das beste apfelschlangerl der welt macht?! letztes wochenende wurde ich wieder daran erinnert, denn sie hat extra für mich welches gebacken.

das traurige daran? das apfelschlangerl von der oma ist alles andere als vegan. nun saß ich also wie die katze vor dem mäuseloch, doch auch alles anstarren der köstlichkeit machte es nicht veganer.
oma hat sich sogar mit einer meiner cousinen hingesetzt und durchgeschaut was daran nicht vegan ist,  doch ihrer meinung nach schmeckt das doch alles ohne butter und ei nicht.

meine mission war also klar: das beste apfelschlangerl der welt veganisieren.

nun was ist denn eigentlich ein apfelschlangerl und wieso heißt es so? es handelt sich dabei um eine art strudel, gefüllt mit äpfeln, aber nicht aus strudel- oder blätterteig, umhüllt werden die äpfel von mürbteig – und nein, es ist kein strudel, es ist eben ein schlangerl.
woher sich „schlangerl“ ableitet konnte mir weder die verwandtschaft noch google beantworten. drum hab ich mir selbst ein paar gedanken gemacht und bin zu zwei möglichen erklärungen gekommen:
entweder nennt man es schlangerl, weil strudel früher in schneckenform gelegt und so gebacken wurden; oder es stammt vom wort „schlankel“, das so viel wie schlawiner/gauner bedeutet.

rezept: (für zwei kleine od. ein großes schlangerl)
für den teig
150g universal mehl
120g alsan od. earth balance
2 el wasser
1 el apfelessig
1 el apfelmus

für die fülle 
3 mittlere äpfel
1 gestrichener tl zimt
2 el rohrzucker
4 el apfelmus
schalenabrieb einer zitrone

1. zuerst alle zutaten für den teig mit den knethaken des handmixers zu einer schönen teigkugel verarbeiten. in frischhaltefolie hüllen und für etwa 1 stunde im kühlschrank ruhen lassen.

2. die äpfel entkernen und dann zuerst in dünne scheiben, danach in stifte schneiden. mit zimt, apfelmus, rohrzucker und zitronenschale vermischen und den rohrzucker unterheben. kurz stehen und durchziehen lassen.

3. die teigkugel (für zwei kleine strudel) halbieren und jede hälfte sehr dünn rechteckig ausrollen. hierzu habe ich den teig bemehlt und zum ausrollen backpapier untergelegt. das hat den vorteil, dass ihr mithilfe des backpapiers den teig – trotz der dünne – sehr gut über die äpfel breiten könnt.
in die mitte des teiges etwas von der apfelmischung verteilen und dann zuerst die langen seiten drüber schlagen, danach die seiten einschlagen.

vor dem backen im vorgeheizten backofen (165 grad) mit etwas geschmolzener pflanzlicher butter bestreichen und danach für 35-40 minuten ins rohr schieben.

das schlangerl ist fertig, wenn es oben schön golden braun geworden ist.
natürlich konnte ich nicht abwarten, bis die apfelherrlichkeit abgekühlt war, ich musste mein erstes stück gleich noch warm aus dem ofen probieren und ich kann dazu nur so viel sagen: traumhaft! bei einem stück ist es mittlerweile nicht geblieben, ein kleiner strudel musste schon dran glauben.

das beste am apfelschlangerl: es passt einfach immer! egal ob zum kaffee am nachmittag, als mitbringsel zur party oder zum osterbrunch, der ja bereits in den startlöchern steht.
beim nächsten oma-besuch werde ich mit sicherheit eines mitbringen, um meiner lieben oma zu beweisen, dass es weder butter noch ei bedarf um ihrer herrlichkeit nahe zu kommen.

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4 Comments

  • Reply
    Mama Mia
    März 30, 2015 at 7:49 am

    Mhmmmm… warum hab ich das eigentlich noch nie mit dem Mürbteig versucht? Ist doch soooo lecker 🙂 Und wie du schon schreibst, es passt einfach überall – auch zum Osterbrunch! Toll 🙂
    GLG, MamaMia

  • Reply
    Susi
    März 30, 2015 at 6:42 pm

    Wow, das sieht ja lecker aus! Das habe ich noch nie gegessen…hab auch noch nie was von Apfelschlangerl gehört. Am Wochenende kommt mein Bruder vorbei, der ist Veganer, da werde ich das Rezept ausprobieren. Liebe Grüße aus Berlin! Susi

  • Reply
    Jenni Ko
    März 31, 2015 at 4:17 pm

    Ich hätte jetzt eher gedacht, es kommt von "umschlingen", also… der Teig, der den Apfel umschlingt. Schlangerl eben! 😀 Egal woher der Name auch kommt: bei Apfelgebäck kann ich nie widerstehen…

  • Reply
    Mama Mia
    April 1, 2015 at 1:43 pm

    Huhu *klopf, klopf* Ich wollte gerade das Wichtelpakerl loschicken und komme drauf – mir fehlt ja deine Adresse! Kann das sein das wir vergessen haben die Adressen zu tauschen oder bin ich doof? hihi Magst sie mir rasch noch schreiben… Dankeeefein ^^ GLG, MamaMia

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