{Yoga&Sports} If it’s easy, it’s probably not Pilates

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pilates is the complete coordination of mind, body and spirit – joseph pilates

etwas, was ich nie gedacht hätte. bisher hatte ich pilates für ein desperate housewives bauchbeinpo workout gehalten, das man eben macht, um vorzugeben sporty zu sein.
bis zu dem tag, an dem ich gesehen habe, dass mein yoga studio auch pilates einheiten anbietet und ich mich an einer stunde versucht habe.

das war etwa vor drei monaten und ich bin schwerstens verliebt aus der ersten stunde gegangen. pilates ist schweißtreibend, pilates macht dir mega muskelkater, pilates fühlt sich einfach toptoll an!

…UND WER HAT’S ERFUNDEN?

joseph hubert pilates hat’s erfunden. zusammen mit seinem bruder trat er als zirkusartist auf, nachdem er aus mönchengladbach nach england ausgewandert war. als deutscher wurde er dort im ersten weltkrieg eingesperrt und entwickelte in dieser zeit da konzept eines ganzheitlichen trainings. es sollte zu einer guten konstitution und haltung beitragen.

nachdem er wieder zurück in deutschland war, begann er etwa zwischen 1920 und 25 mit der entwicklung der ersten pilates-maschinen.

joseph h. pilates führte seine übungen selbst bis zu seinem tod im alter von 84 jahren aus; seine lehre wurde von seinen schülern weiter getragen und weiter ausgeübt. heutzutage haben sich dadurch unterschiedliche richtungen ergeben.

WAS IST PILATES NUN GENAU?

pilates spricht vor allem die kleineren, tief liegenden und dadurch schwächeren muskelgruppen des körpers an. eine klasse beinhaltet kraftübungen, stretching und dazu bewusste atmung wie im yoga. der unterschied ist, dass hier durch die nase ein, durch den mund ausgeatmet wird.

die grundlage des trainings bilden übungen für das so genannte „powerhouse“ – die in der körpermitte liegende muskulatur rund um die wirbelsäule. beckenboden und rumpfmuskulatur werden durch fließende bewegungen gezielt gestärkt und deine atmung wird geschult.

es gibt rund 500 übungen und ich habe mich dem mattentraining verschrieben. die übungen können aber klassisch auch an den pilates-maschinen ausgeführt werden (reformer, barrel, spine corrector und cadillac, chair). die übungen wechseln immer zwischen kräftigung und dehnung, was ich als sehr angenehm empfinde.

DIE 5 PILATES PRINZIPIEN

  • konzentration (concentration) – körper und geist sollen in harmonie gebracht, jede bewegung mental kontrolliert werden. die aufmerksamkeit ist ganz auf den körper gerichtet.
  • kontrolle (control) – kontrollierte ausführung aller übungen und bewegungen, dadurch wird die „kleine“ muskulatur gestärkt.
  • zentrierung (centering) – hier ist die stärkung des powerhouse, der körpermitte gemeint. das powerhouse reicht vom brustkorb bis zum becken und enthält somit alle wichtigen organe. hier wird vor allem die rückenmuskulatur gestärkt, was extrem hilfreich bei rückenleiden ist.
  • atmung (breathing) – bewusste atmung spielt (wie beim yoga) auch hier eine sehr wichtige rolle. geatmet wird in das zwerchfell, die trainierte atmung soll verspannung entgegenwirken und die kontrolle über den körper erhöhen.
  • fluss (flowing movement) – alle übungen werden in fließenden bewegungen ausgeführt, alles ohne lange pausen dazwischen (was echt ganz schön anstrengend werden kann).
WAS BRAUCHST DU FÜR EINE KLASSE?

eigentlich gar nichts mehr als dich und im besten fall eine matte.
wenn du magst, kannst du dir auch einen pilates ring (magic circle) oder auch einen ball zulegen. ist kein muss, kann ich aber empfehlen. vor allem mit dem ring habe ich super erfahrungen gemacht.

ansonsten ziehst du einfach sportkleidung an, ich verwende da ebenfalls meine yogakleidung.

die hilfsmittelchen (und auch geräte, wenn erwünscht) findest du zum beispiel hier im yogishop.

NUN GEHT’S ABER ENDLICH AB AUF DIE MATTE

da ich total genieße, auch mal einheiten einfach daheim für mich zu machen, um meine grenze auszuloten, habe ich mir einige youtube videos rausgesucht, nach denen ich praktiziere.
meine liebsten habe ich dir heute mitgebracht, damit du auch direkt starten kannst:

eher ein workout für nicht ganze neulinge beim thema pilates.

blogilates mag ich echt total gerne. die videos sind auch immer etwas lustig gestaltet und bunt und einfach nett. aber nichts für schwache schenkel 😀

kim saha ist für beginner auf jeden fall super, da sie kurze videos zu unterschiedlichen körperpartien anbietet. wer schon erfahrener ist und mehr kondition hat, macht einfach alle 4 nach der reihe durch.

wer abschließend noch ein bisschen cardio training machen will, dem empfehle ich die dance sessions. ist nicht nur lustig und schweißtreibend, du lernst auch direkt neue moves für den club am wochenende 😉


wie stehst du zu pilates bzw. womit powerst du dich gerne aus?

 

 

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1 Comment

  • Reply
    Melanie Pignitter
    Juli 14, 2017 at 1:47 pm

    Gefällt mir super – dein Beitrag!
    Hab Pilates einmal ausprobiert. Weil es mir beim ersten Mal keinen Spaß gemacht habe, hab ich´s wieder gelassen. Finde es aber nach deinem Beitrag durchaus spannend und überlege mir dem „Tiefentraining“ noch eine Chance zu geben. Lieben Dank Melanie

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