#foodvie :: mein Tag am FoodCamp 2014

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gestern war es endlich so weit, das foodcamp vienna fand im palais sans souci statt.
schon seit februar, als ich mich dafür angemeldet habe fieberte ich darauf hin, immerhin war es mein erstes foodcamp – ich sags direkt an dieser stelle, das wird jetzt lang! wems zu mühsam wird, der klickt einfach hier und schaut sich meinen tag in bildern an.

schon ab 09 uhr fanden sich die 80 blogger und bloggerinnen zum ja! natürlich frühstück und den ersten netten gesprächen ein.
ich hatte mich vorab gleich mal mit angie und alex verabredet, vor allem um angie’s babybauch zu knuddeln und frau schulz ein foto davon zu schicken.

gegen 10 uhr ging es dann auch schon beinahe los, dani und nina hielten erstmal ihre begrüßungsrede und stellten die sponsoren sowie die sessions vor.

besonders schön fand ich die social wall (im spiegel zu sehen), auf der man instagram und twitter mit #foodvie verfolgen konnte. so wusste man immer was die anderen grade so machten und es ergab sich immer ein lustiges gesamtbild.

nach der vorstellungsrunde gings dann los mit der qual der wahl, die offenen sessions wollten ausgesucht werden.

wirklich keine einfache aufgabe, da so viele tolle themen vertreten waren. meine erste wahl für den vormittag fiel dann auf „wie schreibt man erfolgreich ein kochbuch“ von katharina seiser. wer, wenn nicht sie weiß, wie man ein erfolgreiches kochbuch schreibt!?

ein wirklich interessanter einblick wie viel aufwand hinter einer solchen rezeptesammlung steckt und ein guter leitfaden für die vorarbeit, die geleistet werden muss. tatsächlich ganz schön viel arbeit so ein kochbuch.

nach der kochbuch-session ging es dann auch schon direkt in die mittagspause. nicht nur unterschiedliche gerichte verschiedener küchen standen auf dem speiseplan (teilweise in den sessions davon von bloggern mit zubereitet; an dieser stelle sei gesagt wie schade, dass das curry nicht vegan war), auch zahlreiche verkostungsstände hatten sich platziert und ihre köstlichkeiten ausgepackt.

adamah stellte seine neuen pesti in sehr leckeren und außergewöhnlichen geschmacksrichtungen vor. da gabs z.b. butternusskürbis-pesto oder aber auch gelbe rübe-ingwer-pesto. von den 6 vorgestellten geschmacksrichtungen waren sogar 5 vegan (in einem war honig).

ein super interessantes projekt namens „zero waste jam“ wurde ebenfalls vorgestellt. dabei handelt es sich um eine gruppe, die aus obst, das sonst in den müll wandern würde herrliche marmelde herstellt. mir hatte es besonders die zwetschken-marmelade angetan und so wanderte auch gleich ein glas davon in meinen besitzt. eine super idee! falls also jemand von euch einen großen obstgarten hat und nicht weiß wohin mit den ganzen früchten, dann unbedingt kontaktieren.

ebenfalls sehr cool fand ich die öl-cuvees von der ölmühle fandler. insgesamt 10 öle, die aus unterschiedlichen ölen zusammengesetzt waren. alles bio, alles ausgefallen (zumindest ich habe etwas derartiges noch nie gesehen) und alles sehr fein.

durchgekostet durch alle stände, war die mittagspause auch flink wieder vorbei und die nächste session-wahl stand an. food-photography sollte es für mich sein und so gings zusammen mit steffi in die dachlounge des palais zur session von  thomas schauer.

wirklich tolle bilder und wahnsinns projekte, die er schon auf der ganzen welt umgesetzt hat.
auf jeden fall ein toller input für eigene blogfotos, viele seiner bilder sind alleine mit tageslicht entstanden. was ich sehr interessant fand, er mag photoshop genauso wenig wie ich und setzt auf die inszenierung.

nach der foto-session gings in die nachmittagspause und auch hier warteten einige schmankerl auf uns. zum beispiel wartete schon maria auf uns, um aus einer vielzahl von wildkräutern, obst und gemüse die himmlischsten smoothies zu mixen.

steffi und ich haben uns durch zucchini-kräuter-apfel, rotkraut-holunder, löwenzahl usw. durchprobiert (vor allem steffi hatte sie alle, unschwer an ihrem glas zu erkennen).

angie und alex hatten inzwischen in ihrer session „glutenfrei backen“ kleine tartelettes mit obst vorbereitet, die zur kaffeepause serviert wurden.

nun hieß es noch etwas warten, denn meine ‚gebuchte‘ session „tofu selber machen“ mit elisabeth fischer hatte etwas verzögerung. aber das warten hat sich allemal gelohnt! tofu hatte ich zuvor noch nie selbst gemacht und somit auch keine ahnung, wie das denn eigentlich funktioniert.
wir haben zwei unterschiedliche tofus hergestellt, einen aus gekaufter joya sojamilch und einen aus selbst gemachter (was super rasch mit einem sojamilchmaker klappt).

für den ganz selbst gemachten tofu braucht es nicht viel mehr als eingeweichte sojabohnen, frisches wasser und nigari flocken.

die flocken werden in wasser aufgelöst und dann in einem bestimmten rhythmus in die sojamilch einegrührt. dadurch gerinnt die milch und die molke spaltet sich von den flocken, die wir für die tofuherstellung brauchen.

alles in eine form mit einem tuch gefüllt, für etwa 1/2 stunde ordentlich gepresst, ergibt sich daraus herrlicher tofu. der aufwand ist im vergleich zum ergebnis wirklich gering und selbst tofu herzustellen, der dann auch noch wunderbar schmeckt ein erfolgserlebnis. 

mir persönlich hat der tofu aus der selbst gemachten milch noch etwas besser geschmeckt, der braucht nämlich weniger von den nigari-flocken und ist deshalb nicht so bitter.
da mein geburtstag ja näher rückt an dieser stelle ein kleiner hint: sojamilchmaker und tofu-zubehör stehen ziemlich weit oben auf meiner wunschliste 😉

nach der tofu-session waren wir schon im frühen abend angekommen und somit war der wunderbare tag leider auch schon beinahe vorbei. ein knaller kam aber noch, wir hatten bei der registratur einen gutschein für unser goodiebag bekommen und das galt es nun noch abzuholen – haltet euch fest!

ja, ganz richtig steffi, der heißluft-fritter ist teil des goodiebags, wir konnten es alle kaum fassen (und heute gibts mal mit sicherheit pommes)!

ich möchte mich an dieser stelle nochmals bei dani und nina für den hinreißenden tag bedanken an dem ich nicht nur tolle vorträge gehört habe, sondern auch tolle blogger getroffen habe. angie, alex, steffi und verena kannte ich ja bereits. besonders gefreut habe ich mich aber auch yvonne mal persönlich kennenzulernen (kräuterwanderung juhu!). es hat mir riesig spaß gemacht und ich hoffe, dass wir uns beim nächsten mal wiedersehen.

weitere berichte findet ihr hier:

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Jenni/FynniDenk ARTigFranzi (Dynamite Cakes)admingogreeneatclean Letzte Kommentartoren
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gogreeneatclean
Gast

Wow total cool. Ich will auch mal sowas machen – in unserer Stadt ist das aber glaub nie möglich 🙁 Ich muss mal nach Wien.
GLG

Franzi (Dynamite Cakes)
Gast

Cookie, was für ein toller Tag 🙂
Dass Tofu so einfach herzustellen ist, hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich muss auch glaeich mal nach dem Sojamilch-Maker schauen. Gestern war ich bei der Next Organic in Berlin, da stand so ein Milchmaker. Vielleicht hätte ich den doch mitnehmen sollen? Mh.

Danke dir, für´s Teilhaben lassen. Ganz toll.
Liebe Grüße, Franzi

Denk ARTig
Gast

Wahnsinn was für ein interessantes und umfangreiches Programm. Schon rein die Food-Fotografie ist der Hammer. Das Tofurezept werde ich gleich mal ausprobieren. Mein letzter Versuch ist kläglich gescheitert.
Es wird eindeutig Zeit das ich meine Zelte nach Wien verlege. Die Stadt ist nicht nur atemberaubend, sondern auch das Angebot an Veranstaltungen und Kultur.

Danke für die Anleitung und diesen tollen Bericht aus Wien.

Jenni/Fynni
Gast

Oh, das klingt so spannend! Besonders der Teil mit dem selbstgemachten Tofu. (Besonders klasse ist ja, dass so ein Workshop überhaupt angeboten wurde 🙂 ) Wirklich toller Bericht!