{Food} Golden Hour – Marillenmarmelade ohne Zucker mit nur 4 Zutaten

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naja gut, ganz korrekt ist das nicht, denn komplett ohne süßungsmittel kommt sie nicht aus, meine marillenmarmelade. allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass ich noch nie ganz verstanden habe, wann man etwas „zuckerfrei“ nennt und wann nicht. immerhin sind trockenfrüchte, fruchtsirup und co. ja im endeffekt genauso zucker (vielleicht kann mir das ja mal wer erklären).

meine marmelade kommt jedenfalls ohne industriezucker aus. denn ich habe mich an einem rezept mit kokosblütenzucker versucht. der zucker wird aus der kokospalmen-blüte gewonnen, indem man die knospe der kokosblüte anschneidet und den austretenden sirup aufkocht.

wie bei fast allen lebensmitteln heutzutage ist auch bei der kokosblütenhzucker produktion der gedanke an die nachhaltigkeit im hinterkopf zu behalten. nachhaltig geführte plantagen schonen den regenwald und zumindest muss die kokospalme nicht gefällt werden für die zuckergewinnung.

der zucker aus der kokosblüte weist einen niedrigen glykämischen wert auf (35) und enthält zudem auch noch zahlreiche vitamine und mineralien wie magnesium, eisen und zink. nichts desto trotz handelt es sich ebenfalls um einen zucker, denn was süß schmeckt hat auch immer etwas mit zucker zu tun.

Marillenmarmelade mit Kokosblütenzucker

  • Portionen: 3-4 kleine Gläser
  • Schwierigkeit: einfach und lecker
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Zutaten

für die marillenmarmelade
750g saftige bio marillen
100-120g kokosblütenzucker
6g zitronensäure
15g agar agar
 optional: vanillepulver, rum, zimt


Anweisungen

  1. die marillen waschen und grob schneiden, dann in einen großen kochtopf füllen und den kokosblütenzucker unterheben (du kannst zwischen 100 und 120g zugeben, je nachdem wie süß du deine marmelade magst).
  2. auf dem herd auf großer flamme sprudelnd aufkochen und die zitronensäure untermischen bzw. zitronensaft zugeben, das kannst du je nach geschmack selbst entscheiden.
    für etwa 15 minuten köcheln lassen und dann mit dem pürierstab fein passieren.
  3. nun noch den? das? agar agar untermischen und nochmals für ein paar minuten aufkochen lassen (am besten mit dem schneebesen einrühren, damit nichts klumpt).

marmelade gläser mit kochendem wasser ausspülen und die marmelade in die noch heißen gläser einfüllen. verschrauben, kurz auf den kopf stellen (also die gläser) und dann abgedeckt auskühlen lassen.

durch die dunkle farbe des kokosblütenzuckers bekommt die marmelade einen besonders schönen, golden-karamelligen farbton und auch geschmacklich erinnert es an karamell. ich bin eigentlich kein großer marmelade-fan, aber für marillenmarmelade würde ich meine seele verkaufen (hätte ich sie noch).

damit kann man alles machen. sie schmeckt mir am besten, wenn die feine säure hervortritt und nicht von pickiger süße übertönt wird. am aller liebsten noch auf einer scheibe sehr würzigem, dunklem brot mit (veganer) butter als grundlage.

auch als topping für dein porridge kann ich dir die feine marmelade aus marille und kokosblütenzucker nur wärmestens empfehlen. mit marille kann man nicht viel falsch machen, das habe ich bereits in zahlreichen rezepten unter beweis gestellt.

nice to feed you,
ulrike

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Sabine
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Sabine

Citronensäure finde ich aber nicht so toll.